Urteil im Freiheitsentziehungsverfahren am Donnerstag, 01.12.2011 erwartet

Viereinhalb Jahre nach dem G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm wird der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg nun über die Rechtmäßigkeit des fast 6-tägigen Polizeigewahrsams zweier Aktivisten entscheiden. Sven Schwabe und M.G. hatten dagegen geklagt, dass ihnen alleine wegen Transparenten im Kofferraum ihres Wagens mit den Aufschriften „freedom for all prisoners“ und „free all now“ präventiv die Freiheit entzogen wurde.

Der EGMR kündigt an wie folgt:

Schwabe and M.G. v. Germany (nos. 8080/08 and 8577/08)

The applicants, Sven Schwabe and M.G., are German nationals who were
both born in 1985 and live in Bad Bevensen and Berlin, respectively. The
case concerns the applicants’ complaint about their detention for
five-and-a-half days in June 2007 to prevent them from participating in
demonstrations against the G8 summit of Heads of State and Government
held in Heiligendamm (near Rostock, Germany). They were arrested a few
days before the summit when police officers carried out an identity
check on them outside Waldeck prison and found banners in their van with
the inscription “freedom for all prisoners” and “free all now”. They
rely in particular on Article 5 §§ 1 and 5 (right to liberty and
security), Article 10 (freedom of expression), and Article 11 (freedom
of assembly and association).

Das Urteil wird am Donnerstag, den 01.12.2011 ab ca. 10 Uhr morgens erwartet und wird unter folgender Adresse öffentlich gemacht.

http://www.echr.coe.int/ECHR/EN/Header/Case-Law/Decisions+and+judgments/Lists+of+judgments/

Pressemitteilungen werden zeitnah veröffentlicht und für weitere Fragen ist Rechtsanwältin Dr. Anna Luczak unter 030/54 71 67 72 erreichbar.





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